Schulprogramm

Dem Sozialen seinen Raum geben: Gemeinsames Lernen ist am Adolfinum wichtig.

Als der Namensgeber des Adolfinum, Graf Adolf zu Neuenahr und Moers, im Jahre 1582 die Gründung einer „schola illustris”, einer „bedeutenden Schule”, veranlasste, reagierte er auch auf die Herausforderungen seiner Zeit: Begabten Söhnen der Grafschaft durch das Lernen der klassischen Sprachen, insbesondere des Lateinischen, den Weg zu wissenschaftlichen Studien zu ermöglichen. Im Laufe der Zeit hat sich die Rolle des Lateinischen zwar verändert und weitere Fremdsprachen sind zum Erwerb hinzugetreten, gleichwohl fühlen sich die Schulgemeinde den klassischen Sprachen weiterhin verbunden. Die Beschäftigung mit ihnen ermöglicht auch heute noch jungen Menschen, sich mit der in der Antike entwickelten Art, Philosophie und Naturwissenschaft zu betreiben, auseinander zu setzen. Durch sie wurde - und wird - Europa geprägt und die Kenntnis des Vergangenen ist uns eine Hilfe zum Verständnis der Gegenwart und für die Gestaltung der Zukunft.

Die Förderung des Fremdsprachenlernens und des Unterrichts in den Naturwissenschaften und der Mathematik prägen daher heute das Profil unserer Schule.

Der Geschichte und Tradition des Gymnasium Adolfinum verpflichtet sein, muss immer auch heißen, sich den Anforderungen der Gegenwart an eine moderne und sich entwickelnde Schule zu stellen und Neues zu wagen. Dazu gehört auch die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte, der sich die Schule zum Beispiel im November 2000 mit dem Gedenken an die in der Zeit des Nationalsozialismus verwiesenen jüdischen Schüler und der Übergabe des daran erinnernden Mahnmals an die Öffentlichkeit aktiv gestellt hat.

Die erste Schulprogrammfassung des Gymnasium Adolfinum Moers erschien im Sommer 2001. Der damaligen Präambel entnehmen ist zu entnehme, dass ein „Schulprogramm … ein bleibender Auftrag“ sei, weshalb im Frühjahr 2008 eine überarbeitete Fassung des Schulprogramms entstand. Die Gliederung wurde insofern umgestaltet, dass die Veränderung des Schulprogramms, als Resultat ständiger Evaluation unserer Arbeit, deutlich leichter fällt. Nach der Präambel folgt eine Beschreibung möglicher Laufbahnen durch unsere Schule. Aus dem Titel dieses Textes „Adolfinum – Individualisierte Wege durch das Gymnasium“ wird deutlich, dass uns die Anpassung der Ausbildung an die individuellen Bedingungen unserer Schülerinnen und Schüler wichtig ist.

Die ausführlichen Erklärungen und Beschreibungen der schulischen Arbeit am Adolfinum sind im Konzeptionsteil des Schulprogramms niedergelegt. Hier werden die einzelnen Konzepte und Arbeitsstrukturen, durch die das Lernen und Lehren an unserer Schule gestaltet wird, separat und ausführlich erläutert. Dies ermöglicht eine laufende Fortschreibung und Aktualisierung jedes einzelnen Bausteins, dessen Bedeutung für die Ausbildung der Schülerinnen und Schüler aus dem Text „Adolfinum – Individualisierte Wege durch das Gymnasium“ hervorgeht. In Zukunft wird der Arbeitskreis Schulentwicklung weiterhin als Planungsgruppe für schulische Entwicklung bereitstehen und damit eine zentrale Aufgabe im Schulalltag behalten. Es bleibt wünschenswert, dass an dieser Entwicklung weiterhin Eltern und/oder Erziehungsberechtigte, Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler in gewohnter Konstruktivität gemeinsam arbeiten. In dieser Weise kann das Schulprogramm den lebendigen Prozess der Weiterentwicklung der Arbeit am Adolfinum abbilden, die sich fortlaufend an den sich ändernden Ausgangslagen und Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler, den weiteren der Schule von außen aufgegebenen Aufgaben und den jeweils zur Verfügung stehenden Ressourcen auszurichten hat. Die letzte redaktionelle Überarbeitung fand im Frühjahr 2014 statt.

Das vollständige Schulprogramm finden Sie hier  (pdf-Datei).